SIEBENSCHLÄFER

Der Siebenschläfer (Glis glis) ist ein nachtaktiver Nagetierbewohner und kommt in vielen Teilen Deutschlands vor. Ursprünglich lebt er in Wäldern und Baumhöhlen, sucht jedoch häufig die Nähe des Menschen, wenn er geeignete Unterschlupfmöglichkeiten findet. Besonders Dachböden, Zwischendecken, Garagen, Schuppen und Fassadenbereiche bieten ideale Verstecke.

Warum Siebenschläfer problematisch sein können

Siebenschläfer können durch ihre nächtlichen Aktivitäten erhebliche Lärmbelästigungen verursachen. Zudem nagen sie gelegentlich an Dämmmaterialien, Holzbauteilen oder Kabeln und verunreinigen Bereiche durch Kot und Urin. In Wohngebäuden können sie dadurch Schäden verursachen und die Wohnqualität deutlich beeinträchtigen.

Typische Anzeichen eines Befalls

Polternde, kratzende oder laufende Geräusche in der Nacht

Kotspuren auf Dachböden oder in Hohlräumen

Nagespuren an Holz, Dämmmaterial oder Kabeln

Sichtungen von Siebenschläfern in der Dämmerung oder nachts

Nester aus Laub, Papier oder Dämmmaterial

Erste Maßnahmen

Mögliche Zugangswege kontrollieren und sichern

Beschädigte Lüftungsgitter oder Öffnungen verschließen

Fallobst und leicht zugängliche Nahrungsquellen entfernen

Dachboden und Hohlräume regelmäßig kontrollieren

Tiere nicht eigenständig fangen oder verletzen

Professionelle Vergrämung und Schutzmaßnahmen

Siebenschläfer stehen unter besonderem Schutz und dürfen nicht bekämpft oder getötet werden. Wir unterstützen bei der Identifikation von Zugangswegen und entwickeln geeignete Maßnahmen zur tierschutzgerechten Vergrämung und Aussperrung. Durch fachgerechte Abdichtungsarbeiten und Präventionsmaßnahmen kann ein erneutes Eindringen wirksam verhindert werden.

Wussten Sie schon?

Der Siebenschläfer hält einen der längsten Winterschlafperioden aller heimischen Säugetiere. Je nach Witterung kann er bis zu sieben Monate oder sogar länger schlafen – daher stammt auch sein Name.