EICHENPROZESSIONSSPINNER

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Nachtfalter, dessen Raupen vor allem Eichenbäume besiedeln. In den vergangenen Jahren hat sich die Art in vielen Regionen Deutschlands stark ausgebreitet. Die Raupen treten hauptsächlich zwischen Mai und Juli auf und bilden charakteristische Gespinstnester an Stämmen und stärkeren Ästen von Eichen.

Warum Eichenprozessionsspinner problematisch sind

Die Raupen besitzen ab dem dritten Larvenstadium tausende feine Brennhaare, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Diese Haare können durch den Wind über weite Strecken verbreitet werden und beim Menschen Hautreizungen, starken Juckreiz, Augenreizungen sowie Atemwegsbeschwerden auslösen. Auch Haustiere können betroffen sein. Selbst alte Nester stellen noch lange Zeit ein Gesundheitsrisiko dar.

Typische Anzeichen eines Befalls

Gespinstartige Nester an Eichenstämmen oder Ästen

Raupen, die in langen Reihen („Prozessionen“) unterwegs sind

Starker Raupenbefall an Eichenbäumen

Häufige Hautreizungen nach Aufenthalt in der Nähe von Eichen

Sichtbare Fraßschäden an Blättern

Erste Maßnahmen

Abstand zu befallenen Bäumen halten

Nester und Raupen nicht berühren

Kinder und Haustiere fernhalten

Befallene Bereiche möglichst meiden

Fachbetrieb oder zuständige Behörde informieren

Professionelle Bekämpfung und Entfernung

Die Entfernung von Eichenprozessionsspinnern sollte ausschließlich durch geschulte Fachkräfte mit geeigneter Schutzausrüstung erfolgen. Je nach Befallssituation kommen spezielle Absaugverfahren oder andere geeignete Maßnahmen zum Einsatz. Dabei werden sowohl die Raupen als auch die gesundheitsschädlichen Brennhaare fachgerecht entfernt, um eine weitere Gefährdung von Menschen und Tieren zu verhindern.

Wussten Sie schon?

Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können mehrere Jahre in alten Nestern verbleiben und weiterhin gesundheitliche Beschwerden verursachen. Daher sollten auch verlassene Gespinstnester niemals eigenständig entfernt werden.